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Die Mehmel-Orgel


Fotos: Jürgen Peters

Lange Orgeltradition zu St. Marien

 

Im Jahre 1411 gab es bereits laut den Kirchenrechnungen eine große und eine kleine Orgel. Der unmittelbare Vorgänger der heutigen Mehmel-Orgel stammte von Christian Welt aus Grimmen. Diese stand auf einer Empore über dem alten Südausgang der Kirche und besaß 24 klingende Register auf zwei Manualen und einem Pedal. Nach mehreren Reparaturen wurde das Instrument so schadhaft, dass nach dessen Abbruch der Stralsunder Orgelbauer Friedrich Albert Daniel Mehmel (1827 – 1888) den Auftrag für den Bau einer neuen Orgel erhielt. Diese wurde 1866 fertig gestellt und am 4. Adventssonntag des gleichen Jahres eingeweiht. Der Königliche Musikdirektor August Wagner stellte bei der Abnahme am 22. Januar 1867 lobend fest: „Der ganze Orgelbau ist als gelungen zu betrachten und macht das Werk dem Erbauer alle Ehre.“ Mehmel disponierte sehr farbig und legte großen Wert auf zarte Stimmen. Zudem sollte die Orgel mit ihren 37 Registern bei voller Kirche von guter Wirkung sein. Zeitgenossen schätzten bereits die Abstimmung von Ton und Klang (Intonation) sehr.

 

Unverfälschter romantischer Klang

 

Ein Wunder ist es dennoch, dass die Orgel durch die vergangenen Jahrzehnte hindurch fast in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten geblieben ist. Da die großen Instrumente Mehmels während des 2. Weltkrieges vernichtet wurden, ist das Greifswalder Exemplar die größte Orgel im Nordosten Deutschlands und insgesamt eines der größeren romantischen Instrumente überhaupt. Selbst als in der Orgelbewegung zwischen 1920 und 1970 Instrumente andernorts in ihrer Stimmung verändert wurden, blieb die Mehmel-Orgel verschont. Heute stellt sie damit ein fast unverändertes Zeugnis des Orgelbaues des ausgehenden 19. Jahrhundert dar. „Es zeigt sich zudem, dass sie durchgängig gespielt worden ist und immer wieder die Herzen der Leute erobert hat“, so Marienpastor Dibbern. Eine besondere Tradition gab es hierbei zu St. Marien im Vergleich zu den anderen Altstadtgemeinden in Greifswald: Anders als im Dom St. Nikolai und Jacobi waren es hier immer Frauen, die als Organisten arbeiteten.

 

 

Disposition

Hauptwerk:

Pedal:

Oberwerk:

Fernwerk:

Bordun 16'

Principal 16'

Bordun 16'

Geigenprincipal 8'

Principal 8'

Subbaß 16'

Principal 8'

Salicional 8'

Viola di Gamba 8'

Gedackt 8'

Rohrflöte 8'

Flauto traverso 8'

Gedackt 8'

Violon 16'

Octave 4'

Geigenprincipal 4'

Hohlflöte 8'

Violon 8'

Rohrflöte 4'

Concertflöte 8'

Octavbaß 8'

Quinte 2 2/3'

Octave 4'

Octavbaß 4'

Waldflöte 2'

Gemshorn 4'

Quinte 10 2/3'*

Progressio Harmonica 2-3f

Quarte 2f*

Quinte 5 1/3'*

Oboe 8'

Mixtur 4-5f*

Posaune 16'*

Cornett 4f*

Trompete 8'*

Trompete 8'*

Spielhilfen: HW/P, OW/HW, FW/OW, FW-Schweller; HW Forte, P Forte (Windladen für kräftigere, mit * gekennzeichnete Register)